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" Uralte Bäume "


Betula nigra

Wenn wir Baumanbeter von heute nach tausend Jahren wieder auf die Welt kämen, so ist es ganz ohne Zweifel, dass wir überall und in allen Erdteilen vom Anblick uralter, kultisch verehrter Bäume beglückt würden.
Das Verhältnis der Menschheit unserer Zeit zur großen Frage der Heiligung alter Bäume wird der Zukunft einst unbegreiflich erscheinen.
Wir haben überall seit Jahrhunderten in Wald und Flur und Siedlung, an Ufern und Landstraßenrändern alte, gesunde Bäume voll unausdenkbarer Lebenswerte für irgendeinen kläglichen Nutzen hinopfern lassen, und unser Naturbild mitsamt unserm Lebensgefühl hierdurch außer Verhältnis und feinstem Gleichgewicht gebracht.

Karl Foerster


Quercus palustris - Sumpfeiche 



Pflanzen Sie einen Baum in Ihren Garten

Bäume produzieren Lebensqualität für Mensch und Umwelt. Sie halten den Wasserkreislauf in Gang und erzeugen Sauerstoff. Unzählige Lebewesen finden im Schutz des Baumes ein Zuhause.

Der Anblick eines großen alten Baumes bedeutet für den Menschen viel mehr als die Summe von Wurzeln, Holz und Blättern. Das Bild eines blühenden Apfelbaumes oder ein knorrigen Eiche löst starke Gefühle aus. Bäume wecken nicht von ungefähr Heimatgefühle: Die alte Dorflinde, der Nußbaum am Haus, die Buche an der Wegkreuzung - das waren einmal dauerhafte Orientierungspunkte, verläßliche Freunde, die mit ausgebreiteten grünen Armen jeden Heimkehrer aufnahmen.

Für unsere Umwelt bedeuten Bäume noch viel mehr: Eine große Buche filtert zum Beispiel pro Jahr eine Tonne Staub und giftige Substanzen, die in der Luft enthalten sind. Durch ihre Wurzeln fließen etwa 30 000 Liter Wasser. Das verzweigte Netz reguliert die Bodenfeuchtigkeit und hält den wertvollen Humus fest. Die Krone gleicht mit ihrer riesigen Blätterfülle einer biochemischen Fabrik, die mit Hilfe der Sonnenenergie arbeitet. Eine ausgewachsene Buche gibt jährlich 4,6 Tonnen Sauerstoff an ihre Umgebung ab. Das bedeutet reine Atemluft.

Über die Blätter verdunstet der Baum auch täglich riesige Mengen Feuchtigkeit, die aufsteigt und sich irgendwo wieder zu Wolken verdichtet. Ohne Bäume gibt es weniger Regen!

In enger Gemeinschaft mit dem Baum leben unzählige Tiere, vom Vogel in den Ästen bis zum Käfer in der Rinde und der Maus zwischen den Wurzeln.

Als grüne Lebensspender wirken aber nicht nur uralte Buchen und rauschende Wälder. Ein Baum mit 5 m Kronendurchmesser kann bereits einen Menschen mit Sauerstoff versorgen.


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