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... Man geht vom Liliengärtchen zum Ufergarten, kann dann von dieser Freudenart kaum innerlich schnell genug zum Naturgarten umschalten; ein paar Schritte tragen in eine andere Welt voller Fingerhut und Königskerzen, hoher weißer und blauer Waldglockenblumen zwischen Wacholdern und Heidekräutern. Völlig andere Freudenfülle hält der Steingarten bereit, der hinter einem Douglastannenvorhang mit Zwergglockenblumen, bunten hohen Pagodenprimeln, tiefblauen Zwergritterspornen und weißem Frühlingsschleierkraut wartet. Manche kleinen Blütenplätze locken mit ihrer Fremdartigkeit wie aus einer verwunderlichen Ferne, obgleich sie durch ein paar Schritte und Stufen erreichbar sind. Diese inneren Umschaltungen beim Herübergehen aus einer Gartenprovinz in die nächste brauchen sich in ihrem Reiz nie ab und lassen immer wieder Wellen eines fabelhaften Gefühls von Garten- und Weltreichtum über uns hinweggehen. Die unabsehbare Fülle der Dinge in einer Provinz nimmt uns so hin, daß wir dann plötzlich in der nächsten, etwa vor dem Heidegärtchen, in dem jetzt die blauen Himalaja-Astern den Alpenastern-Flor fortsetzen, stehen und herumblicken, als hätten wir diesen Erdteil der Freude schon halb vergessen. ...
Karl Foerster
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