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> Herbstlaub |
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"Winterfest" machen ?? |

Wertvolles Herbstlaub
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Nun zum Herbst beginnt die Natur wieder zu „mulchen“. Mit riesigen Blattmassen der laubabwerfenden Bäume und Sträucher versucht die Natur, ihre Pflanzen vor Trockenschäden im Winter zu bewahren, und Ihnen für das nächste Jahr einen Vorratsdünger zu geben. Die Inhaltsstoffe werden durch die Verrottung langsam freigegeben. Bodenpilze und allerlei Kleingetier beginnen sofort mit ihrer unermüdlichen Arbeit. Der leichte Modergeruch, der den herbstlichen Garten durchzieht, kündet von ihrem Werken zum Segen der Natur. Wo immer möglich, sollte man das Fallaub als schützende Winterdecke liegen lassen! Nur bei manchen Stauden, welche schon im Herbst das erste Grün für das nächste Jahr entwickeln, sollte man eine zu dichte Laubdecke entfernen; sie könnten sonst darunter faulen. Insbesondere gilt dies natürlich für die Polsterstauden.
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Jedoch: |

Die Spitze des Wahnsinns: "Der Unrat muss weg!" - Nachdem die Beete von der schützenden Laubdecke befreit sind, ist nun der Rasen dran (-was ja zweckmäßig ist-). Hauptsache, mit Motor-Einsatz - wenn's auch viel länger dauert!
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Unglaublich viel Unheil wird angerichtet durch das sogenannte „Winterfestmachen“ der Pflanzflächen ! Im Oktober beginnen viele pflichtbewußte „Gärtner“ mit diesem Groben Unfug, der Tradition hat, aber mehr Schaden als Nutzen bringt: Unter Gehölzen und auf Beeten, ja sogar zwischen den Stauden, da graben sie den Boden in groben Schollen um und lassen ihn so über den Winter gehen. Die Erde, so behaupten Sie, müsse durchfrieren und bekomme somit eine „Frostgare“, eine feine krümelige Struktur, und dies sei die beste Vorbereitung für alles Säen und Pflanzen im nächsten Jahr.
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Das Gegenteil ist der Fall. |

Ginkgo-Laub - schützt die Stauden
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Die Humusschicht voller Leben, die sich im Laufe des Jahres gebildet hat, wird in Spatentiefe begraben, wo ihren zahlreichen Bewohnern die Luft zum Atmen und die Lust zum Arbeiten genommen ist. Die tieferen Schichten werden nach oben geholt und müssen mühsam wieder von entsprechenden Organismen besiedelt werden, ohne die nun mal nichts Rechtes wächst. Und die Bodenteile, die tatsächlich zu Krümeln zerfrieren, werden schon vom ersten Frühjahrsregen zu einer harten, dichten Schicht verschlämmt; hierin siedelt sich erst ganz langsam wieder Leben an!
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Lieber soll man den Boden |
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mit einer schmalen Ziehhacke vorsichtig lockern und mit Laub und abgeschnittenen Pflanzenteilen, auch mit gerade angerottetem Kompost, bedecken. Diese „Flachkompostierung“ bringt das Bodenleben so richtig in Fahrt. Wer die so eingesparte Zeit dazu benutzt, die Gartenabfälle möglichst klein und immer noch kleiner zu schneiden, der hilft der Natur, bald eine echte Krümelstruktur herzustellen. Ein fast noch schlimmerer Aberglaube als der an die „Frostgare“ verführt viele „Gärtner“ dazu, den Boden mit Torf zu bedecken. Das sieht zwar ordentlich aus, bringt aber wirklich mehr Schaden als Nutzen: Soweit der Torf nicht wegweht, führt er zu einer zunehmenden Versauerung des Bodens. Dies ist nur den Moorbeetpflanzen zuträglich, und führt bei vielen anderen Pflanzen zu Schäden, wie sie teilweise auch durch den „Sauren Regen“ hervorgerufen werden.
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Lassen Sie's lieber etwas gemütlicher angehen, - zum Segen für die Natur. Ihr OGG-Team
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